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watermaps/infra/opentofu/README.md
T
BuTzZ 2064570913
Test and publish container images / test (push) Successful in 2m43s
Test and publish container images / publish (push) Successful in 2m56s
Automate immutable production deployments
2026-07-29 13:00:50 +02:00

112 lines
4.4 KiB
Markdown

# Watermaps auf Hetzner Cloud
Diese OpenTofu-Konfiguration erstellt einen einzelnen Ubuntu-24.04-Server mit
fester IPv4-Adresse, vorgeschalteter Hetzner-Firewall und einem persistenten
ext4-Volume für Routingdaten, Geofabrik-Rohdaten und die PostGIS-Datenbank mit
Häfen, Schleusen, Brücken und Kontaktdaten.
Kartenkacheln, DNS-Einträge und konkrete Anwendungsversionen sind bewusst nicht
Teil dieses Infrastrukturmoduls. Die Anwendung wird anschließend als
commitgenaues Container-Image aus der Gitea Registry deployt.
## Konfiguration
Die lokale Datei `terraform.tfvars` wird aus der versionierten Vorlage angelegt
und durch die lokale `.gitignore` ausgeschlossen:
```sh
cp terraform.tfvars.example terraform.tfvars
```
Vor dem ersten Plan müssen dort mindestens folgende Werte ersetzt werden:
- `hcloud_token`: Read/Write-API-Token des richtigen Hetzner-Cloud-Projekts
- `ssh_public_key`: vollständiger Inhalt des öffentlichen SSH-Schlüssels
- `admin_cidrs`: öffentliche Administrator-IP mit `/32` beziehungsweise ein
bewusst gewähltes Netz
`terraform.tfvars.example` bleibt als geheimnisfreie Vorlage versioniert.
Da `terraform.tfvars` den Token im Klartext enthält, sollte sie nur für den
lokalen Benutzer lesbar sein:
```sh
chmod 600 terraform.tfvars
```
Auch `terraform.tfstate` bleibt lokal und wird nicht nach Git oder auf den
Anwendungsserver übertragen. Nach jedem Import oder Apply muss die State-Datei
mit Dateimodus `0600` verschlüsselt gesichert werden, weil OpenTofu sie für
spätere Änderungen an denselben Ressourcen benötigt. Ist ein älterer State
verloren, werden vorhandene Ressourcen vor jedem Apply anhand ihrer
Hetzner-IDs importiert; ein paralleles Neuerzeugen gleichnamiger Ressourcen ist
nicht zulässig.
## Infrastruktur erzeugen
```sh
cd infra/opentofu
tofu init
tofu fmt -check
tofu validate
umask 077
tofu plan -out=watermaps.tfplan
tofu apply watermaps.tfplan
```
Gespeicherte Plan-Dateien enthalten trotz als sensibel markierter Variablen
unter Umständen den Hetzner-Token. Sie müssen deshalb wie `terraform.tfvars`
und der State immer Modus `0600` haben und dürfen nicht weitergegeben werden.
Die feste IPv4-Adresse und den erforderlichen manuellen DNS-Eintrag zeigt
OpenTofu anschließend an:
```sh
tofu output server_ipv4
tofu output dns_a_record
tofu output ssh_command
```
Der A-Record `watermaps.incoso.eu` kann direkt nach dem Apply auf
`server_ipv4` gesetzt werden. Das eigentliche SSL-Livegehen erfolgt erst durch
das separate Deployment-Skript, nachdem DNS propagiert ist und die Routingdaten
bereitstehen.
## Auf dem Server
Cloud-init installiert Docker einschließlich Compose v2, `curl`, `jq` und
`rsync`. Der Benutzer `deploy` erhält Zugriff per SSH und auf Docker. Es wird
kein Git-Repository auf den Server geklont. Das
persistente Volume wird nach dem Anhängen unter `/srv/watermaps-data` gemountet
und enthält die vom Produktions-Stack verwendeten Verzeichnisse `geofabrik`,
`local` und `certbot`. Ein systemd-Drop-in lässt Docker bei jedem Start auf den
erfolgreichen Volume-Mount warten, bevor bestehende Container neu gestartet
werden.
Der Status des ersten Starts lässt sich so prüfen:
```sh
ssh deploy@"$(tofu output -raw server_ipv4)" \
"cloud-init status --wait && systemctl status watermaps-volume-setup --no-pager"
```
Cloud-init bindet ausschließlich das von OpenTofu erzeugte Volume über den
stabilen Hetzner-Gerätepfad
`/dev/disk/by-id/scsi-0HC_Volume_<volume-id>` ein. Es wird nicht heuristisch
das erste Blockgerät mit dem Modellnamen `Volume` ausgewählt. Nach dem Mount
wird zusätzlich die UUID des tatsächlich eingehängten Geräts geprüft. Ein
Volume ohne lesbares Dateisystem wird standardmäßig nicht formatiert; nur bei
einem garantiert neuen, leeren Volume darf
`initialize_empty_routing_volume = true` für die einmalige Initialisierung
gesetzt werden. Bei Importen und Serverwechseln bleibt der Wert `false`.
Der Löschschutz ist getrennt konfiguriert:
- `enable_server_protection` für den austauschbaren Host,
- `enable_primary_ip_protection` für die feste öffentliche Adresse,
- `enable_volume_protection` für Routing-, Zertifikats- und PostGIS-Daten.
Bei einem kontrollierten Servertausch bleiben IP- und Volume-Schutz immer
aktiv. Ein Plan, der `hcloud_primary_ip.main` oder
`hcloud_volume.routing_data` ersetzen beziehungsweise löschen will, darf nicht
angewendet werden. Zusätzlich verhindert OpenTofu für beide Ressourcen mit
`prevent_destroy` eine versehentliche Löschung durch den IaC-Plan.