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watermaps/deploy/README.md
T

3.8 KiB

Watermaps-Produktion

Dieser Stack hostet die Watermaps-App und die lokalen Fahrrouten für Deutschland und die Niederlande. Die sichtbaren Kartenkacheln bleiben externe Dienste. Öffentlich gebunden werden ausschließlich TCP 80 und 443; die Watermaps-App ist nur im internen Docker-Netz erreichbar.

Konfiguration

cp deploy/.env.production.example deploy/.env.production
editor deploy/.env.production

Mindestens WATERMAPS_ACME_EMAIL muss angepasst werden. Der Hetzner-API-Token gehört nicht in diese Datei. Er bleibt lokal in der ignorierten Datei infra/opentofu/terraform.tfvars (alternativ kann der Provider TF_VAR_hcloud_token lesen). Der Upload schließt Terraform-Variablen, Pläne, State, lokale Env-Dateien und .terraform in jeder Verzeichnistiefe aus.

Die private SSH-Keydatei wird ebenfalls nicht gespeichert. Sie kann beim Deployment mit --identity oder über WATERMAPS_SSH_KEY angegeben werden. Falls OpenTofu keinen Output ssh_private_key_path bereitstellt und der Key nicht bereits über den SSH-Agenten verfügbar ist, ist eine dieser beiden Angaben erforderlich. Der vorbereitete SSH-Benutzer heißt standardmäßig deploy; die privilegierten Installationsschritte laufen über dessen passwortloses sudo.

Deployment

Nach tofu apply liest dieses Skript standardmäßig den Output server_ipv4, überträgt das Projekt ohne State, lokale Daten oder Node-Module und startet den Serverbootstrap sowie den Docker-Stack:

./deploy/scripts/upload-and-deploy.sh --identity ~/.ssh/watermaps_hetzner_ed25519

Alternativ:

WATERMAPS_SERVER_IPV4=203.0.113.10 \
WATERMAPS_SSH_KEY=~/.ssh/watermaps_hetzner_ed25519 \
./deploy/scripts/upload-and-deploy.sh

Der erste Datenaufbau lädt die Geofabrik-Extrakte für Deutschland und die Niederlande herunter und kann entsprechend der Serverleistung längere Zeit dauern. Der produktive Index liegt auf dem Server unter:

/srv/watermaps-data/local/germany-netherlands-fairways.json

Der Upload wartet zuerst auf SSH und den Abschluss von Cloud-init. Anschließend startet und prüft er watermaps-volume-setup.service. Ohne tatsächlich unter /srv/watermaps-data eingehängtes Volume wird kein Download gestartet, damit die großen PBF-Dateien nicht versehentlich auf dem Root-Dateisystem landen. Für den kurzzeitigen Speicherpeak beim kombinierten Indexaufbau richtet der Bootstrap zusätzlich die über WATERMAPS_SWAP_SIZE_GB konfigurierte, persistente Swap-Reserve ein.

Vor dem Livegang antwortet Nginx nur für ACME-Challenges. Alle anderen HTTP-Anfragen erhalten 404.

DNS und SSL-Livegang

Sobald der OpenTofu-Output bekannt ist, kann folgender DNS-Eintrag gesetzt werden:

A  watermaps.incoso.eu  <server_ipv4>

Nach der DNS-Propagation wird der Livegang lokal ausgelöst:

./deploy/scripts/remote-go-live.sh --identity ~/.ssh/watermaps_hetzner_ed25519

Das Serverskript prüft, dass sämtliche A-Records ausschließlich auf die erwartete IPv4 zeigen, testet den Routingindex mit je einer Route in Deutschland und den Niederlanden, prüft den ACME-Webroot, fordert das Zertifikat an und aktiviert erst anschließend HTTPS. HTTP leitet danach auf HTTPS um.

Automatik

bootstrap-server.sh installiert zwei systemd-Timer:

  • watermaps-route-update.timer: täglich neue Deutschland- und Niederlande-Daten; bei Build- oder Routentestfehler bleibt der vorherige Index aktiv.
  • watermaps-certbot-renew.timer: zweimal täglich Certbot-Prüfung mit anschließendem Nginx-Reload.

Status und Logs:

systemctl list-timers 'watermaps-*'
journalctl -u watermaps-route-update.service
journalctl -u watermaps-certbot-renew.service
docker compose \
  --project-directory /opt/watermaps \
  --env-file /opt/watermaps/deploy/.env.production \
  -f /opt/watermaps/deploy/compose.production.yml ps